Sächsisches

Rot-Kreuz-Museum

Kam. André Uebe

Museumsleiter


August-Bebel-Str. 73
08344 Grünhain-Beierfeld

Telefon 03774/509333
Telefax 03774/662627

 

E-Mail: Museum

Die Sanitätskolonne Beierfeld 1909-1945

  • 16.Januar 1909
    Gründung der Sanitätskolonne Grünhain mit Beierfeld von 28 Herren aus beiden Orten im Bahnhofsrestaurant Beierfeld. Dies findet Erwähnung in einem Schreiben des Landesverbandes vom Roten Kreuz Sachsen vom 14.9.1928 an die Sanitätskolonne Beierfeld. Der Landesverband stellte weiter fest, dass die Sanitätskolonne Beierfeld erst am 17. Mai 1914 gegründet wurde (an diesem Tag bildeten sich die beiden selbständigen Kolonnen Beierfeld und Grünhain). Aber da der Landesverband dies damals nicht beanstandet hat, wurde als Gründungstag der 22. August 1909 festgelegt. Der Unterschied von gut 7 Monaten erklärt sich vermutlich dadurch, dass am 22. August die Lehrkolonne „Spiegelwald“ ihre Prüfung mit „Sehr gut“ ablegte. Die Gründung initierte Herr Albert Weidtmann, der Vorsitzende des Militärvereins Beierfeld.

    Erste Kolonnenführer: Herr Albert Weidtmann, Herr Ernst Weigel
    Erste Kolonnenärzte:


    Dr. med. Holey, Dr.med. Thilo, Dr. med Freitag, Dr. med. Schiek, Dr. med Knappe

    Während des1. Weltkrieges führten drei daheim gebliebene Kameraden den Sanitätsdienst weiter, da Beierfeld ohne Arzt war.
    Das Kolonnenleben entwickelte sich erst wieder nach dem Krieg. Im Februar 1919 wurde Kamerad Georg Vitzethum Kolonnenführer.

  • 1922
    • 4.März Gründung Zweigverein Beierfeld des Landesvereins vom Roten Kreuz
    • 63 Mitglieder; Vorsitzender: Bürgermeister Albert Andreas
    • 22 Erste-Hilfe-Stellen der Sanitätskolonne in Beierfeld und Waschleithe

      Kennzeichnung durch Unfallmeldetafeln
    • Einrichtung eines Verleihdepots für Krankenpflegeartikel
  • 1925
    - 31. März: Emil Seltmann wird neuer Kolonnenführer
    - erstmalige Ausbildung von Frauen und Aufnahme als Mitglieder

  • 1945
    • 16.Juli: Neubildung Rotes Kreuz Sachsen Auflösung bis 30.September 1945, da von sowjetischer Militäradministration nicht zugelassen
      Die Rot-Kreuz-Tätigkeit kam vorerst zum Erliegen. Mitglieder durften nur Armbinde mit Rotem Kreuz ohne Aufschrift tragen mit entsprechendem Ausweis vom Bürgermeister. Auf dessen Bitte hielten 16 Kameraden den Sanitätsdienst und Krankentransport innerhalb der Gemeinde aufrecht.